Laut der „UN-Behindertenrechtskonvention“, die in Deutschland 2009 in Kraft trat, ist Inklusion ein Menschenrecht.  Die Thematik ist höchst aktuell und die Politik hat den offiziellen Auftrag, die Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft vorzubereiten. Um Inklusion lebendig werden zu lassen, braucht es generell ein zielgerichtetes Umdenken sowie eine praxis-  und prozessorientierte Vertiefung auf vielen verschiedensten Ebenen.

Bei den „Aktionstagen Inklusion“ können Schüler sowie Lehrer und Eltern ERFAHREN, was Inklusion beinhalten kann und ein Leben mit “Behinderungen” bedeutet. Interaktive Workshops und Seminare, Themenräume, Vorträge, Kurzfilme und Livemusik regen an zu intensiver Auseinandersetzung mit der Thematik und zu einem spannenden Dialog untereinander.

Ziel ist es, dass das sich alle Beteiligten auf verschiedensten Kommunikations- und Wahrnehmungskanälen mit den vielen Facetten der Inklusion auseinandersetzen und dabei in einen spannenden, wertfreien, ergebnisoffenen Kontakt auf zwischenmenschlicher Beziehungsebene kommen. Zudem sollen die „Aktionstage Inklusion“ zielführende Impulse für konkrete Maßnahmen und Aktionen vor und nach dem Veranstaltungstermin in den jeweiligen Schulen freisetzen!

Das Aktionstag-Inklusion-Team um den hörgeschädigten Musiker und Projektleiter Mischa Gohlke – mit namhaften Dozenten und „inklusiven Botschaftern“ wie z.B. Kassandra Wedel, Michael Herold, Klaus Becker und Hörbie Schmidt – führt dabei kompetent wie lebendig durch den Tag und lässt Freiraum für Diskussion und Austausch. Unterstreichen wollen sie Eines: Inklusion betrifft uns ALLE! Denn: Jeder hat individuelle Behinderungen, egal ob körperlicher, mentaler, sozialer, kultureller, emotionaler oder finanzieller Natur. Die wirklichen Barrieren finden (zumeist) im Kopf statt und hemmen die Entfaltung des individuellen Potenzials durch Glaubenssätze wie „Ich kann das nicht“, „Ich habe kein Talent“ oder „So ist die Realität“. Wir alle haben unsere Themen und es scheint immer wieder die Frage zu sein, wie wir einen gesunden konstruktiven Umgang mit unseren vermeintlichen Schwächen, Stärken, Frustrationen und Erfolgen finden können.

Musik, Tanz und Kunst bieten hierbei wunderbare Möglichkeiten, um persönliche Entwicklungsprozesse zu unterstützen, für die Bedürfnisse anderer zu sensibilisieren, Denkblockaden aufzudecken und die Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Inklusion kann viel mehr sein als die rechtliche Gleichstellung von Menschen mit und ohne offiziell anerkannte Behinderung. Sie steht für einen achtsameren und bewussteren Umgang mit sich selbst und anderen: Für ein neugieriges, mündiges Hinterfragen der eigenen Realität und Wahrnehmung, für eine offene Kommunikation, für mehr Verständnis und Miteinander in unserer Gesellschaft.

Es ist „normal“ verschieden zu sein – ANDERS SIND WIR ALLE!

Dies alles und mehr soll bei den „Aktionstagen Inklusion in Schulen, Universitäten und anderen Einrichtungen“ auf den Weg gebracht werden.