Die derzeitigen individuellen und kollektiven Transformationsprozesse umfassen ALLE Aspekte, die das Leben in einer komplexen heterogenen Gesellschaft ausmachen: soziale, ökologische, ökonomische, gesellschafts- & bildungspolitische, kulturelle, spirituelle, wissenschaftliche, globale, dezentrale, persönliche, zwischenmenschliche und kollektive Themenbereiche können nicht mehr getrennt voneinander, sondern müssen – in Beziehung zueinander stehend – als Ganzes wahrgenommen (und angenommen) werden.

Laut der Bewusstseins- und Hirnforschung nehmen wir lediglich einen Bruchteil von dem wahr, was um uns herum passiert. Unsere Wahrnehmung ist äußerst begrenzt und generell von Interpretationen, Projektionen sowie sozialen, kulturellen, psychologischen und morphogenetischen Konditionierungen geprägt. Viele Konflikte, Missverständnisse und Unzugänglichkeiten entstehen, wenn wir Menschen unsere subjektive Wahrnehmung zur objektiven Realität machen und uns damit identifizieren. Vorurteile, Ängste, ein unklares Selbstwertgefühl sowie unsere „gesellschaftlichen Realitäten“ führen noch immer dazu, dass Menschen in einer isolierten Welt leben und somit viele separierende Mikro-Kosmen aufgebaut werden. Im Zeitalter der Ich-AGs darf aus ICH und DU gerne (wieder) ein „Wir-sind-miteinander-verbunden-Bewusstsein“ entstehen. Vielfalt leben.

Ziel muss es sein:

a) die Themen, die eine komplexe Gesellschaft ausmachen, inhaltlich zusammen zu bringen → Integrales Gesellschaftsmodell entwickeln (Theorie und Praxis)

b) eine übergreifende Plattform aufzubauen und ein „gemeinsames Sprachrohr“ zu bilden

c) das „Große Ganze“ auf unterschiedlichsten Kommunikationskanälen ins Leben zu tragen und dabei im möglichst wertfreien und ergebnisoffenen gemeinsamen Dialog zu sein

Die Politik hat den offiziellen Auftrag , die Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft vorzubereiten. Zumeist wird Inklusion auf die „Integration“ von (formal anerkannten) Menschen mit Behinderung in der Schule und im Arbeitsleben reduziert, von diversen Vertretern aus der Behindertenszene, Wirtschaft und Politik für einseitige Interessen konsumiert und in der öffentlichen Debatte sympthomorientiert ausgetragenDabei kann, will und muss Inklusion wesentlich mehr sein!

  • Inklusion ist keine Spezialkonvention, sondern die Konkretisierung der vorhandenen universellen Menschenrechte.
  • Wir ALLE sind „behindert“. Ob körperlicher, mentaler, sozialer, kultureller, emotionaler, empathischer, finanzieller oder/und struktureller Natur. Viele Barrieren finden (zumeist) in den Köpfen statt.
  • Wir brauchen einen grundlegenden gesellschaftspolitischen strukturellen Wandel sowie eine differenzierte Auseinandersetzung, was sich hinter Bewusstsein, Wahrnehmung, Kommunikation und den scheinbaren Realitäten überhaupt verbirgt.

Inklusion ermöglicht ein neues Verständnis und Erleben im zwischenmenschlichen Miteinander. Inklusion beinhaltet alle Facetten des Seins, auch wenn wir Menschen diese nur begrenzt erfassen können. Inklusion schafft neue individuelle und kollektive Realitäten, die sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern einander bedingen.

Die Gedanken um den Begriff Inklusion sind nicht neu, im Gegenteil. Der aktuelle „Inklusions-Hype“ bietet jedoch die große Chance auf Grundlage einer ganzheitlichen Bewusstseins- und Kommunikationsdebatte, neue notwendige zukunftsweisende gesellschaftspolitische Prozesse und Strukturen sowie die „Gesellschaft von morgen“ in die Wege zu leiten.

Auf in eine neue „Beziehungskultur“!

Um diesen und anderen Bewusstseinsprozessen einen Plattform zu geben und AKTIV zu sein, ist der gemeinnützige Verein „Grenzen sind relativ“ ins Leben gerufen worden.