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Let´s come together - “GSR Forum & LAB”

Inklusive und interdisziplinäre Kulturveranstaltungen im Kontext der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung von Kunst & Kultur

Im Rahmen unserer“ GSR e.V. Public Events - Interdisziplinäre & inklusive Kulturevents auf Festivals, Stadtfesten, Sport- & Kulturveranstaltungen und öffentlichen Plätzen” (gefördert von der Aktion Mensch) veranstalten wir am Sa. 31.10. und So. 01.11.2026 im “Klang und Raum” in Hamburg St. Pauli das erste “GSR Forum & LAB”.

Wir wollen Mitstreiter, Freunde, Kollegen, Kooperationspartner, Neukontakte, etc. bundesweit im echten analogen Leben zusammentrommeln und es wäre mega, wenn DU mit dabei bist! :)

Melde Dich JETZT an: Mischa Gohlke - mischa.gohlke@grenzensindrelativ.de


DIE FACTS IM ÜBERBLICK

Wann:

  • Samstag, 31.10.2026 | 12:00 – 22:00 Uhr
  • Sonntag, 01.11.2026 | 11:00 – 15:00 Uhr

Wo: Klang & Raum, Brunnenhofstr. 10a, neben dem Bolzplatz, Hinterhof (St.Pauli)

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir freuen uns über eine freiwillige Spende an Grenzen sind relativ e.V.!

WAS EUCH ERWARTET:

  • Bundesweites, interaktives Netzwerktreffen: Raum und Zeit im analogen Leben für ca. 30-50 Teilnehmende. Wir bringen Kulturschaffende, Künstler, Veranstalter, Agenturen sowie Führungskräfte und Akteure aus Kunst, Kultur, Musik, Wirtschaft, Bildung, Soziales, Sport, Politik, Medienlandschaft, Unternehmen, Behörden, Förderer, gemeinnützige Organisationen, Institutionen und Interessenverbände zusammen.
  • Input, Erfahrungsaustausch & Diskurs: Sektorenübergreifender Wissenstransfer, Perspektivwechsel und gemeinsame Evaluation; bestehende Problematiken in der Kulturlandschaft analysieren, praxisnahe Lösungsansätze ausarbeiten sowie weiterführende Basisarbeit und dauerhafte Kooperationen auf den Weg bringen. Die Arbeit erfolgt entlang der vier komplementären Systemebenen:
  1. Selbstmanagement (Mikro-Ebene): Mission & Vision, Work-Life-Balance, Selbstorganisation, Persönlichkeitsentwicklung, Resilienz & Konfliktfähigkeit, etc.
  2. Projektbezogenes Veranstaltungsmanagement (Meso-Ebene): Strat. Konzeption Veranstaltungsformate, Operative Umsetzung, Finanzierung & Fundraising, Booking Rahmenprogramme, technische Umsetzung, infrastrukturelle Logistik, PR- & Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Koordination der Projektteams, Barrierefreiheit, Evaluation, etc.
  3. Institutionelles Management (Makro-Ebene): Strat. Management, Social Business, Wirtschaftlichkeit und Geldmittelbeschaffung, Strukturen & Systeme, Kommunikations- und Arbeitsprozesse, Infrastruktur, Teamleitung & Onboarding, Schnittstellenarchitektur, PR- & Öffentlichkeitsarbeit, etc.
  4. Kulturgesellschaftlicher Diskurs & Transformation (Meta-Ebene): Rahmenbedingungen, Strukturen, Geld/Finanzierung/Wirtschaftlichkeit, Verteilung von Geld und Macht, Interessens- und Lobbygruppierungen, Digitalisierung, Kunstfreiheit, Kultur für alle und Kultur von allen, kulturpolitische Forderungen, etc.
  • Kulturprogramm: Live-Musik, Open Stage & Jamsession
  • Dokumentation: Die Veranstaltung und Ergebnisse werden filmisch und schriftlich begleitet.
  • Gemeinsamer Startschuss: Die Premiere-Veranstaltung als Auftakt für ein jährlich fortgeführtes Format und Impulsgeber für neue Wege der Interessenvertretung im inklusiven und interdisziplinären Kultursektor.

VERPFLEGUNG:

Getränke und Snacks stehen die ganze Zeit für dich kostenlos bereit. Am Samstag (31.10.) bestellen wir in der Abendpause von 18:00 bis 20:00 Uhr auf Selbstzahlerbasis warmes Essen via Lieferservice.

AUSSTATTUNG VOR ORT:

  • Technik: Leinwand, Beamer, Musikanlage.
  • PA & Backline: Schlagzeug, Gitarren- & Bassverstärker sowie PA, Mischpult und Vocal-Mikrofone stehen bereit. Eigene Instrumente wie Blasinstrumente, Gitarren, Bässe und Percussion bitte selbst mitbringen!
  • Infrastruktur: Tische, Stühle, Küche, WCs und eine Terrasse.

PROGRAMMABLAUF UND UMSETZUNG:

  • Den finalen Ablauf, die Inhalte, die Redebeiträge, etc. werden wir vor Ort gemeinsam organisch-interaktiv kreieren. Die Moderation macht Mischa Gohlke.
  • Ziel ist es, dass alle Menschen vor Ort ihre Erfahrungen mitteilen und wir in einen interaktiven gruppendynamischen Dialog kommen. Dabei wollen wir verschiedene theoretische & praktische Themenbereiche – die zumeist separat betrachtet werden – systemisch (mehr) zusammenbringen.
  • Beim Abendprogramm am Samstag 31.10. ab 20 Uhr machen wir Open Doors: Die Jamsession und Open Stage ist offen für Freunde, Kollegen oder/und Kooperationspartner aus unseren Netzwerken. Bring also gerne Leute mit – alle können live on stage mitmachen. Drinks gibt es zu erschwinglichen Preisen an der Bar. Let’s come together! :)
  • Ein Filmteam wird die Veranstaltung begleiten, Interviews machen, etc.

SAMSTAG, 31.10.2026:

11:00 Uhr: Ankommen & Kaffee

12:00 Uhr: Start, Begrüßung, Warm-Up Rhythm´n´Groove und Kennenlernen

13:00 Uhr: Interaktiver gruppendynamischer Dialog, u.a. mit Impulsvorträgen und Erfahrungsberichten (anschließend Fragen und Diskussion):

16:00 Uhr: Analyse & Aktiv Sein: Selbstmanagement, Veranstaltungsmanagement, institutionelles Management und kulturgesellschaftlicher Diskurs & Transformation - Gruppenarbeit & Diskussion

17:30 Uhr: Zusammenfassung des Tages

18:00 - 20:00 Uhr: Abendpause und gemeinsames Essen

20:00 Uhr bis open end: Live-Musik, Jamsession & Open Stage (Open Doors für Freunde, Kollegen oder/und Kooperationspartner)

SONNTAG, 01.11.2026:

10:30 Uhr: Ankommen & Kaffee

11:00 Uhr: Start, Warm-Up, Rückblick und Gruppendiskussion

12.00 Uhr: Ergebnisausarbeitung, Lösungsansätze und projektbezogende Kooperationsvorhaben in Gruppen

14:00 Uhr: Zusammenfassung Ergebnisse und Zukunftsausblick

15:00 Uhr: Offizielles Veranstaltungsende & Ausklingen bei Kaffee und Kuchen.


Anhang: Inspirationen und Fragestellungen bezüglich des Themenspektrums “Interdisziplinäre Kulturarbeit im Kontext der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung von Kunst & Kultur”:

Die Rolle der Kultur in der Gesamtgesellschaft:

Kultur wird teils mit Entertainment, Spaß- & Unterhaltungskultur assoziiert, trägt aber darüber hinaus politische Verantwortung als “4. Gewalt”: Sie wirkt auf die gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse ein und kann als Ergebnis dieser betrachtet werden. Aber was ist Kultur überhaupt? Welche Sparten der Kultur gibt es? Wie wirkt Kultur als Medium? Dieses komplexe Thema soll aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden: Wie positionieren sich Kulturschaffende, Künstler:innen, Veranstaltende, gemeinnützige und privatwirtschaftliche Institutionen, Agenturen, Politik, Medien, Publikum, etc.?

Aktuelle Kulturformate:

Welche Kulturformate sind derzeit überwiegend präsent? Welche interne Produktionen werden aktuell mit Musik, Tanz, Theater, Visuals, etc. realisiert? Welche Automatismen haben sich ggf. etabliert? Wie steht es um Themen Zugänglichkeit und Barrierefreiheit (auch im finanziellen und inhaltlichen Sinne)? Wie wird das Publikum wirklich eingebunden - wo geht es um eine Konsumkultur, die die Zuschauenden als passiver Konsument:innen definiert? Wo liegen Problematiken, welche Ursprünge haben diese - wie können Formate entwickelt werden, die dem entgegenwirken?

Kunst und Kultur zwischen Digitalisierung und analogen Leben:

Was spricht für, was gegen digitale Kulturformate? Welches Entfremdungspotenzial trägt die zunehmende Verlagerung kultureller Inhalte in den digitalen Raum in sich? Welche Mehrwerte für das analoge Leben können durch digitale Angebote entstehen?

Wirtschaftlichkeit und Finanzierung von Kultur:

Die Einnahmequellen für Kunst und Kultur beschränken sich einerseits auf Eintrittsgelder und Tresenumsätze, was zu der Tendenz führt, eine Art “Trinkkultur” zu fördern. Andererseits greifen die meisten Kulturakteur:innen auf Sponsoring und Fördergelder der öffentlichen Hand, Stiftungen etc. zurück, die meist projektbezogen und nicht langfristig institutionell zugewendet werden. Welche alternativen Konzepte könnten dem prekären finanziellen Zustand vieler Kunst- und Kulturschaffender entgegenwirken? Welche Forderungen müssen an die Politik getragen werden, um die Situation zu verbessern und eine stärkere ökonomische Unabhängigkeit zu gewährleisten?

Definitionsmacht der Förderinstitutionen über Kunst und Kultur:

Die finanziellen Förderer kommen überwiegend und zunehmend aus dem “Establishment”. In vielen Förderrichtlinien lässt sich ein neoliberale Narrativ erkennen, das die Verfestigung intersektionaler Kategorien reproduziert und bestehende Hierarchien verfestigt. Dies führt zu der Frage: Wie kann politische oder kritische Kunst entstehen, wenn die Fördermittelvergabe an bestimmte politische und wirtschaftliche Interessen anknüpft? Durch die Einbettung von vermeintlich kritischen Inhalten, die meist nur oberflächlich existieren, wird das Medium Kultur verengt, spaltende Identitätspolitiken werden gefördert, sodass von einer “Wohltätigkeitskultur” von “Oben nach Unten” gesprochen werden kann, die mit “Best-of-Practice-Beispielen für die (armen) Behinderten, Migrant:innen, Frauen, etc. legitimiert werden.

Künstlerisches Schaffen unter dem Motto einer “Kultur für Alle”:

Welche bildungspolitische Ziele impliziert die Forderung nach “kultureller Teilhabe”? Inwieweit besteht die Gefahr der Reduzierung auf soziale Aspekte kultureller Vorhaben und damit eine Instrumentalisierung der Kunst für politische Ziele? Hält die kulturelle Bildung als Kompensationsmittel des Sozialstaatsabbaus, Verwertungslogik in der neoliberalen Struktur her?

Kulturarbeit im neoliberalen Zeitalter:

Welche Dynamiken werden durch die zunehmende Intervention neoliberaler Eliten aus Wirtschaft und Politik im kulturellen Sektor ausgelöst? Kann von einer Vereinnahmung und Instrumentalisierung künstlerischer Vorhaben durch Akteur:innen aus Politik, Wirtschaft und NGOs gesprochen werden? Wird Kultur mehr und mehr zum Marketing für ein separatives Selbst- und Weltbild? In welchen Frames, Narrativen und generellen Rahmenbedingungen bewegen sich Künstler:innen und Kulturschaffende? Welche Rolle spielen die Medien bzw. die medialen Realitäten? Was bedeuten diese Dynamiken für die freie Kunst und Kultur und wie schlägt sich dies in der Praxis nieder? (Kampagnen, PR, Meinungsmache, Cancel Culture, Identitätspolitik, Expert:innentum, Verwaltungskultur etc.)?

Interdisziplinäre Kulturarbeit - Analyse und Aktiv Sein:

Was braucht Kunst und Kultur angesichts der aktuellen gesamtgesellschaftlichen Entwicklung von Kunst und Kultur? Welche zielführenden Strukturen, Konzepte und Formate können gemeinsam entwickelt werden? Wie wollen wir zusammenarbeiten, was wollen wir entwickeln?